Harald Kegler
Beitrag für die „Blaue Reihe“, Universität Dortmund - 2003

Der Sprawl – „Kampfbegriff“ des New Urbanism
Eine der weitreichendsten urbanistischen Visionen des 20. Jahrhunderts, die der
Auflösung der Stadt, beginnt sich selbst aufzulösen.Der Traum von einer wahrhaft
demokratischen Stadt, die Gleichheit und Freiheit für alle ermöglicht, sollte in
der dezentralisierten Stadt verwirklicht werden.
Visionäre von Ebenezer Howard bis Frank Lloyd Wright entwarfen die Bilder einer
neuen Stadt, die die alte urbane Struktur überwindet zugunsten eines
Siedlungssystems, das über das ganze Land verteilt ist und eine Symbiose von
Haus und Landschaft ermöglicht.
Die USA wurden zum Inbegriff dieser Vision. Robert Fishman nannte eine solche
Stadt „die befreite Megalopolis“. (Fishman 1991, 73 ff) Insbesondere die alte
Industriestadt mit ihrer Teilung in Zentrum und Peripherie, mit
Geschäftsviertel, Wohnbereichen, Industrie- und Handelszonen sollte ersetzt
werden durch eine gleichmäßig besiedelte Landschaft, in welcher jeder Zugang zu
den natürlichen Schönheiten und den Ressourcen der Landschaft hat. Voraussetzung
für diese demokratische Teilhabe an der Landnutzung sollten die modernen
Kommunikationsmittel sein – zunächst die Eisenbahn und dann das Auto. Die Vision
einer vollkommen dezentralisierten „Stadt-Landschaft“ entsprach in Amerika dem
Verständnis der Pioniere, die das Land nach dessen Eroberung besiedelten. Sie
wollten eine neue Ära der Stadtentwicklung einleiten, die sich von der des
„alten“ Europa, das sie verlassen hatten, unterschied: Keine Hierarchie, kein
Zentrum – Peripherie – Gefälle, keine Steuerung durch ein Machtzentrum sondern
freie Entscheidung für jeden, sich anzusiedeln, wo er es wollte als Ausdruck des
„American Way of Life“. (Holzer 1996, 119)
Damit gingen die Vorstellungen weit über das hinaus, was in Europa unter
Dezentralisierung verstanden worden war, nämlich eine geordnete Suburbanisierung
von den Zentren aus, die auf ein klar hierarchisch gegliedertes Siedlungssystem
abzielte. Howard hatte ein solche vorgeschlagen, mit der das Begründer der
Gartenstadt die vorhandene Industriestadt überwinden wollte. Die Pragmatiker der
neuen Disziplin Stadtplanung, die international um 1900 entstand, und der
Gartenstadtbewegung sahen eine gezielte Bildung von Satellitenstädten vor, die
eine Trennung von Stadt und Landschaft aufrecht erhielt und beides zugleich in
neuer Weise verknüpfen sollte. (Kegler 1987, 92) Die Großsiedlungen und
Einfamilienhausgebiete der Nachkriegszeit haben in nahezu allen Industriestaaten
Ernüchterung aufkommen lassen. Zersiedlung auf der einen Seite und Schrumpfung
auf der anderen markieren das Ende einer im wesentlichen auf industriellem
Wachstum beruhenden Stadtentwicklung, und zwar in ähnlicher, wenngleich
quantitativ verschiedener Weise in Europa und den USA. (Müller 2001, 35-38 sowie
Sieverts 2001, 14-17)
Wright griff diese „Urvorstellung“ des neuen Amerika in seiner Vision der „Broadacres“
auf und entwickelte ein Bild der neuen amerikanischen Stadt für das 20.
Jahrhundert – eine „Democrathy in Overalls“, welches einige Gemeinsamkeiten mit
den Prinzipien der Charta von Athen aufwies, doch wesentlich konsequenter eine
ahistorische und grenzenlose Stadtvorstellung propagierte. (Wright 1960,
261-264) Es sollte eine Stadt sein, die „überall und nirgends“ liegt – eine
Stadt, die auf der „Dimension der Zeit und nicht mehr auf dem Raum aufgebaut
ist“ (Fishman 1991, 79) Dies setzte voraus, dass jeder Amerikaner über ein Auto
verfügt. Das Auto wurde zum Schlüsselmoment der Entwicklung einer neuen Stadt,
besser Stadtlandschaft. Gleichzeitig sollte die Unwirtlichkeit der städtischen
Realität, mit ihren sozialen Konflikten, dem nebeneinander sozialer Gruppen im
öffentlichen Raum von Straßen und Plätzen, die Probleme des Aushandelns von
Nutzungsverteilungen in urbanen Strukturen, das eine Stadtplanung und reale
politische Auseinandersetzung notwendig machte, durch „Boardacre“-City
überflüssig werden. Die unendlichen Weiten der USA boten (scheinbar) genügend
Raum, um den konkreten städtebaulichen überwinden zu können.
Die atemberaubende Naivität dieser Vorstellung verhalf ihr offenbar zu
gewaltigem Erfolg. Das Nachkriegsamerika verfügte über die Ressourcen, um die
autoorientierte „suburban Nation“ (Duany/Plater-Zyberk 2000, 86 ff) Wirklichkeit
werden zu lassen. Auto und Einfamilienhaus ersetzten zunächst in den Köpfen und
dann in der Wirklichkeit die reale Stadt. Diese beiden Wohlstandssynonyme
avancierten zum Ausdruck des „American Way of Life“. Die entstehende neue Stadt
erhielt im Laufe der Zeit vielfältige Namen: „Exurb, Spread City, Urban Village,
Megalopolis, Outtown, Sprawl, Lurb, ‚The Burbs’, Nonplace Urban Field,
Polynucleated City und ... Technoburb“ (Fishman 1991, 75).
Mit „Levittown“, im Umfeld von New York, wurde in den 50er Jahren der Prototyp
dieser neuen “Stadt“ geboren – und nach 50 Jahren hat sich dieser Typ zu einer „urbanized
Area“, letztlich zur „suburban nation“ ausgewachsen mit dem Ergebnis, dass diese
Vorstellung des „American Beauty“ sich allmählich in das Gegenteil zu verkehren
begann. Nicht erst seit den Amokläufen von Schülern in Vororten von Denver/Bolder
ist die soziale Problematik der selbstgewählten „Isolationshaft“ im
Einfamilienhaus an der Sackgasse ‚in the center of nowhere’, die jedwede
Gemeinschaftlichkeit verloren hat (Kunstler 1993, 185) und in die sich
inzwischen mehr als 60% der Amerikaner begeben haben, deutlich geworden. Der
„suburban Sprawl“ wird zunehmend zu einem der zentralen Themen der öffentlichen
Debatte.
Von Anbeginn der Debatte über die Zukunft der amerikanischen Stadt konkurrierte
die radikale Position eines Wright mit der der „City Beautyful“ – Bewegung, die
sich seit der Jahrhundertwende vornehmlich in den Küstenregionen der USA
verbreitet hatte. Zwar verfolgten deren Verfechter auch eine Stadt, die sich mit
der Landschaft vereint, jedoch ging es ihnen stets um die Gestaltung eines
urbanen Lebensraumes und nicht um die Ablösung dessen durch die Bewegung im
Automobil. Ihr Ziel bestand im Wandel der vorhandenen industriellen Großstadt
und in der Schaffung einer neuen Landschafts-Stadt. Dabei knüpften sie
ausdrücklich an europäischen Traditionen der realen Gartenstadtbewegung, aber
auch an denen der Landschaftskunst an. Wichtigste Vertreter dieser Bewegung
waren Landschaftsarchitekten wie Olmstedt und Nolen, aber auch Developer wie
Merrick oder Stadtplaner wie Burnham. Sie entwarfen Visionen und bauten
Raumstrukturen, vom Landschaftspark bis zur Gartenstadt, von der urbanen
Wasserfront bis zum großstädtischen Zentrum. Dabei griffen sie sowohl auf
architektonische Vorbilder aus Europa, wie z. B. die spanische Baukultur, als
auch auf neue amerikanische Ausdrucksformen wie den Art Deco zurück. In diesen
Traditionen liegen die Anknüpfungspunkte für den heutigen New Urbanism. (Lejeune
2000, 71)
Nach den Erfahrungen, dass die Vision von Wright in den endlosen „Mobile Home“ –
Gebieten des mittleren Westens oder den stereotypen Mittelklasse-Siedlungen
zwischen Chicago und Miami verendete und andererseits die Ideen Olmstedts in
Gated Communities der Oberschichten oder den Kunstrasenlandschaften der
Vorgärtenkultur ihre sinnentleerte Verwirklichung fanden, wird nunmehr seit gut
10 Jahren unter dem Banner eines „New Urbanism“ die Quadratur des Kreises
versucht – in Ansätzen durchaus erfolgreich: Es geht dabei um eine neue
Stadt-Landschaft, die aus dem Umbau der nahezu total suburbanisierten und einem
nach wie vor unter starkem Wachstumsdruck liegenden „Landschaft“ zu gestalten
wäre. In dieser sollen sich Elemente vergangener Hoffnungen ebenso wiederfinden
wie neue Möglichkeiten, die die postmoderne Gesellschaft zu bieten hat. Ein
konstitutives Moment ist dabei die bauliche RE-Urbanisierung, die durch ein
Konstruieren von städtebaulicher Raumkultur eine soziale wie ästhetische
Bindungskraft für die Bewohner erzielen soll. Traditionen, Nachbarschaft,
Fußläufigkeit, funktionelle Mischung, differenzierte Angebote an Wohnformen,
Wiedergewinnung von urbaner Kultur in brachfallenden monofunktionalen Gebieten
wie Shopping-Centres oder Infrastrukturarealen sind Kriterien, die die Ideale
einer humanen Stadt wieder erstehen lassen. Doch diese Ansätze treffen auf eine
Gesellschaft, die es in weiten Teilen verlernt hat, im offenen städtischen Raum
zu leben und sich zu artikulieren. Es geht um den Versuch, durch städtebauliche
Mittel eine neue soziale Bindungskraft für die postmoderne Gesellschaft zu
entwickeln. New Urbanism versteht sich, bei aller Offenheit der Ziele, aber bei
klarer Kritik an suburbanen Zuständen, als Gegenentwurf zum bisherigen
städtebaulichen Ausdruck des „American Way of Life“. (Charter 1999, 5-10)
Am Ende des 20 Jahrhunderts erlebt die Polarisation in der Debatte um die
Zukunft der Stadt eine Wiederbelebung, wenngleich in neuer kultureller
Konstellation. Es wird der Versuch gestartet, Poesie, menschliche Dimension und
Tradition in den Städtebau zurück zu holen und damit eine Debatte um den
qualitativen Umbau des Sprawl eingeleitet. Diese Position des New Urbanism
deutet eine wichtige Richtung an: die Stadtbaukunst für die postmoderne
Urbanisierung neu zu erfinden und der Ästhetik einer Stadt ohne Eigenschaften,
wie sie Rem Koolhaas programmatisch als Zukunftsvision aus der neuen Quantität
der urbanen Architektur der Großstädte abgeleitet hat, eine andere, aber ebenso
konstruierte Zukunft für die Weiten des suburbanisierten Landes entgegen
zusetzen. (Speaks 2002, 67)
New Urbanism: Bauprogramm und Bewegung
In den 1970er Jahren formierten sich Kritiker am Sprawl an der Yale-Universität
und begannen erste Konturen einer Städtebaureform zu entwickeln. 1993
schließlich erfolgte die offizielle Gründung des „Congress for the New Urbanism“
(CNU) und Florida wurde „the State of the New Urbanism“ – eines der ersten
Experimentierfelder der entstehenden Bewegung. (Kegler 1998, 335 sowie Brain
2002, 1) Seit 1981 verfügte die entstehende Bewegung über ein erstes
Referenzprojekt: Seaside.
Mit Seaside, der Resort City am Golf von Mexiko, traten die Akteure des späteren
New Urbanism erstmals an die Öffentlichkeit. Die Mitbegründer des CNU, Duany und
Plater-Zyberk, entwarfen den Masterplan. Im damals noch weitgehend von Touristen
unberührten Panhandle, dem Nordwesten Floridas, wurde i. w. S. der Grundstein
für eine Umbaustrategie des suburban Sprawl gelegt. Zugleich ist Seaside von
Anbeginn Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen um die Art der Reform, die
Folgen des eingeschlagenen Weges oder die Auswirkungen auf die Entwicklung der
„Regional City“. Seaside begann eine Art Laboratorium lebendiger
Auseinandersetzung um die Städtebaureform dar. Die „Seaside Debate“,
veranstaltet vom Seaside – Institut, einer Art Begleitinstitut für die Praxis
des New Urbanism, ist beredter Ausdruck dessen. (Bressi 2002) Doch nicht nur die
sichtbaren und damit auch bewertbaren Projekte des CNU heben Florida als eine
Hochburg des New Urbanism und eben als ein Laboratorium des Suburbiaumbaus
heraus. Hier sind auch die wichtigsten Forschungs- und Ausbildungsstätten
konzentriert. Neben der Universität Miami, School of Architecture, stellen die
staatliche Florida Atlantic Universität sowie das New College of Florida oder
das Rollins College wichtige Stätten dar, die sich dem New Urbanism widmen. Doch
im Laufe der 90er Jahre hat sich New Urbanism an vielen anderen Universitäten
der USA platziert und Kalifornien sowie Maryland sind zu weiteren wichtigen
Standbeinen des New Urbanism geworden.
Im Verlauf des praktischen Experimentierens haben sich fünf planerische
Strukturelemente sowie vier wesentliche methodische bzw. instrumentelle
Bausteine des New Urbanism herausgebildet:
Die Strukturelemente:
a) für den Siedlungsneu- bzw. Umbau im Wachstumsbereich: die qualitative
Veränderung des Sprawl durch „TND“ (Traditional Neighbourhood Development), d.
h. die Wiederentdeckung und Neuinterpretation der Kleinstadt unter Bezugnahme
auf Prinzipien des Städtebaus vom Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa und den
USA;
b) für den Umbau im Bestand: „Infill“, d. h. die Umwandlung von brachgefallenen
Arealen des Großhandels, des Dienstleistungs- und Verkehrssektor in
fußgängerorientierte Mischgebiete mit großem Verdichtungsgrad, bei wenig
geschossiger Bauweise;
c) für die Ausprägung von Randbereichen: „Transect“ und „Urban Growth Boundaries“,
d. h. die Ausbildung von Übergangszonen und Wachstumsgrenzen der bebauten
Strukturen, die über mehrere Stufen bis in die geschützte bzw. abgegrenzte
Landschaft reichen;
d) die Entwicklung von neuen Orten oder der Umbau bestehender an den
Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs: „TOD“ (Transit Orientated Development)
und „Pedestrian Pockets“, d. h. die Stärkung vor allem des schienengebundenen
Nah- und Fernverkehrs und der Bau von neuen Wohn- und Mischgebieten an den
Haupthaltestellen, von denen dann Fußwegenetze mit sogenannten
„5-Minute-Walk“-Bereichen ausgehen;
e) für die integrative Gestaltung einer postmodernen Stadtlandschaft: „Regional
City“, d. h., ausgehend von der Tatsache, dass das ganze Land „Stadt“ geworden
ist, kommt es nun darauf an, die suburbanisierten Areale übergreifend zu
vernetzen und zu einer neuen Stadtqualität zu führen, die kulturell, sozial und
ökologisch langfristig tragfähig ist.
(Ellin 1999, 93-99; Calthorpe/Fulton 2001, 30)
Auf der methodischen bzw. instrumentellen Ebene haben sich folgende miteinander
zu verknüpfende Bausteine als die wesentlichen erwiesen, mit denen Vorhaben
umgesetzt werden können:
a) das Verfahren der öffentlichen Beteiligung: „Charrette“, d. h. ein Verfahren
der zeitlich begrenzten, radikal öffentlichen und streng umsetzungsorientierten
Beteiligung verschiedenster Akteure eines Gebietes an der Planung;
b) der Plan für die bauliche Entwicklung bzw. den Umbau: der „Masterplan“, d. h.
ein Rahmenplan, der die hauptsächlichen Konturen der Entwicklung bis auf die
Ebene der Baublöcke und der Parzellen umreißt, dabei jedoch zukünftig
veränderbar bleibt (also nicht wie ein deutscher B-Plan festgesetzt wird); der
Masterplan ist zugleich das wichtigste Arbeitsinstrument der Charrette;
c) das Regelwerk für die bauliche Umsetzung: der „Urban Code“, welcher die
Typologie der Bauten, aber auch die Gestaltung der Freiräume, der Strassen- und
Fußwegenetze sowie der Plätze im Sinne eines verbindlichen Rahmens regelt, der
Code wird in den Konturen ebenfalls im Charrette-Verfahren ausgehandelt und dann
administrativ festgeschrieben wird, er stellt den komplementären Teil zum
Masterplan dar;
d) die Umsetzungspartnerschaft: „Privat-Public-Partnership“, d. h. die im
gesamten Verfahren angelegte Umsetzungsorientierung unter Marktbedingungen setzt
die direkte Beteiligung der Marktakteure (Developer) voraus; damit wird eine
Form demokratischer Beteiligung verfolgt, die die Realisierbarkeit am Markt zur
Bedingung hat und zugleich über die Charrette und den Masterplan eine
Chancengleichheit aller interessierten Akteure, einschließlich der öffentlichen
Hand ermöglicht.
(Duany/Plater-Zyberk 1992, 21-24; Dutton 2000, 150 ff sowie Kunstler 1993,
249-267)
Die ideelle Grundlage für den New Urbansim bildet die 1996 beschlossene Charter
for the New Urbanism , die auf den räumlichen Ebenen vom Baublock über die Stadt
bis zur Metropolregion Handlungsgrundsätze darlegt. Sie umreißen sehr
detailliert das, was in Europa mit nachhaltiger Stadtentwicklung zu umschreiben
wäre, allerdings sehr viel umsetzungsorientierter und zugleich so offen, dass
eine breite Koalition für eine Städtebaureform ermöglicht werden kann. (CNU
1999, 13 ff) Das macht natürlich die Bewegung auch angreifbar. Andererseits
werden damit „Lagerkämpfe“ in isolierten Kreisen minimiert und kontroverse
Debatten in das Forum des CNU hineingeholt, was die innere Lebendigkeit der
Bewegung erhält. Die Art der Organisation des CNU in Form eines permanenten
Kongresses, der jährlich zu Generalversammlungen an verschiedenen Orten der USA
zusammentrifft unterstützt diesen offenen Charakter. Hier finden sich die
derzeit ca. 2000 Mitglieder quer durch die Disziplinen wieder: Vom Architekten
über den Developer und Umweltaktivisten bis zum Politiker und Verkehrsplaner
reicht das Spektrum.
Fügt man das Bild des Spektrums realisierter Projekte zusammen, so ergeben sich
erste Konturen eines offenen Bauprogramms, das die Richtung der Reform erkennbar
werden lässt. (Calthorpe/Fulton 2001, 105 ff) Keines der Projekte erfüllt alle
Forderungen, wie sie in der Charta des CNU aufgestellt werden, idealtypisch. Der
zunächst vornehmliche Adressat dieser Projekte ist die weiße Mittelklasse – auch
einer der durchaus verständlichen Kritikpunkte am New Urbanism. Der Hintergrund
dieser Orientierung ist, dass der New Urbanism als Planungssystem lediglich die
Marktpräferenzen der Akteure des Marktes beeinflussen kann und will.
(Hall/Pfeiffer 2000, 384) Reformen bleiben an den Rahmen der Marktverhältnisse
gebunden und diese sind in den USA weit stringenter und in größerem Maße
staatsfern als das in Deutschland der Fall ist. Bis auf ein staatliches
Förderprogramm für sozialen Wohnungsbau, HOPE VI, das für besonders
problematische Gebiete aufgelegt wurde und welchem sich der New Urbanism auch
widmet, gibt es keinen staatlich beförderten Städtebau. Sollen also Reformen
greifen, müssen zunächst die hauptsächlichen Träger des „American Way of Life“,
eben jene weißen Mittelschichten, angesprochen werden. Erst wenn sich hier eine
Wende am Markt vollzieht, folgen andere soziale Gruppen, so die zentrale These
des CNU. (Bodenschatz 2000, 29)
Mit der inzwischen kompakten Organisationsstruktur und einem breiten praktischen
Anwendungsfeld der Ideen des New Urbansim sind günstige Voraussetzungen gegeben
für die schrittweise Durchsetzung von Reformen. Doch darf nicht übersehen
werden, dass die reale Ausbreitung des Sprawl in den USA derzeit noch ungleich
dynamischer verläuft als die Zunahme von New Urbanism-Projekten. Der weit größte
Teil des Gebauten wird immer noch im Sinne der „Subdivision“-Planung für den
Sprawl gebaut – 10 Jahre Reform sind noch nicht viel Zeit für die Veränderung
des Marktes. (Dialer 2002, 35-36)
New Urbanism: privater Städtebau zwischen Umbau des Sprawl und Regional City
Zwei Beispiele aus Florida verdeutlichen die Pole, zwischen denen sich zukünftig
die Versuche zur qualitativen Steuerung des Wachstums bewegen werden: Hail
Village Center, ein New Urbansim - Projekt in der Nähe von Gainsville, und das
„Regional City“ -Projekt der St. Joe Entwicklungsgesellschaft für den Nordwesten
Floridas.
Seit Ende der 70er Jahre wurde unweit der Universitätsstadt Gainesville ein
1700-acre Wohngebiet, Haile Plantation, nach den für Subdivisions üblichen
Prinzipien des autoorientierten Einfamilienhausbaus erschlossen. Vorrangig
Angestellte der Universität zogen hier ein. Seit Anfang der 90er Jahre begann
der Bau eines Zentrums durch den Developer versucht, der einem neuen Konzept
folgte und nicht den Supermarkt mit riesigem Parkplatz errichten wollte. Das
Zentrum sollte als Kleinstadtstrasse implantiert werden und entlang
differenzierter Platzfolgen eine Mischung an öffentlichen Nutzungen, wie
Geschäfte, Restaurants, Pensionen, das Rathaus mit einem öffentlichen
Versammlungssaal und Dienstleistungseinrichtungen in den Erdgeschosszonen sowie
Wohnangebote für unterschiedliche Bewohnergruppen in zweigeschossigen
Reihenhäusern beinhalten. Das Zentrum umfasst ca. 50 acre und ist konsequent
fußläufig zu erschließen. Die von den Stadtplanern Kramer und Kaskel entworfene
romantische Straßenführung erinnert an eine Renaissance der Stadtbaukunst um
1900. Doch die historischen Vorbilder allein taugen nur soviel, wie sie für die
soziale und die Marktsituation um 2000 planerisch neu interpretiert werden
können. Dies ist in Haile Village Center gelungen. Das inzwischen fertig
gestellte Implantat wirkt fremd in den Weiten des Sprawl um Gainsville und wurde
deshalb zunächst zögerlich angenommen. Schließlich hat es sich durchgesetzt.
(Bodenschatz/Kegler, 2000:52-54)
Gleichzeitig besteht weiterhin der Expansionsdruck. Einen Weg, diesen in
qualitativ neue Bahnen zu lenken und auf diese Weise ökonomisch zu verwerten,
beschreitet die St. Joe Company, der größte Landbesitzer der USA, mit Sitz in
Jacksonville, Florida. Hervorgegangen aus einem Forst- und
Holzverarbeitungsunternehmen, betreibt diese Gesellschaft über eine Reihe von
Tochterunternehmen private Regionalentwicklung. Faktisch der gesamte Nordwesten
des Bundesstaates Florida wird durch St. Joe entwickelt. Das Unternehmen
verfolgt dabei einen sehr komplexen Marketingansatz. Es geht nicht nur um
Erschließung und Vermarktung von Bauflächen, sondern um einen holistischen
Ansatz: Von der Infrastruktur, über Naturschutz bis zum Bau und Betrieb von
Resort-Cities, vom Flugplatzbau bis zu Renaturierungen reicht das Spektrum der
Entwicklungstätigkeit des Unternehmens. Der Staat hat sich auf die Rolle des
Festsetzens von Grenzen für den Verbrauch natürlicher Ressourcen, insbesondere
die Wassereinzugsgebiete und einige Naturreservate, sowie auf die Ausweisung von
Militärbasen und Bundesstrassen beschränkt. Alles andere entwickelt St. Joe.
Kern des regionalen Entwicklungsprogramms ist eine Kaskade von 15 Resort-Cities
entlang der Golfküste, die weitgehend im Bau sind. Diese greifen viele der
Prinzipien des New Urbanism auf. So werden separierte Kleinstädte und keine
Hotellandschaften errichtet, Naturschutzgebiete als Pufferzonen angelegt und
Fußläufigkeit garantiert. Dazu kommen Dienstleistungszentren und ein
Regionalflugplatz sowie eine Reihe von Wohnanlagen, die – und das ist
bemerkenswert - sowohl als Subdivision (z. B. James Island) als auch als
„Traditional Neighbourhood Development“-Anlagen des New Urbanism ausgebildet
werden - je nach Marktlage. Es ist eine „Regional City“ im Bau, die ein
Stadtwachstum jenseits des Sprawl verfolgt – ein Musterland der
Freizeitwirtschaft für den weißen Mittelstand. Das Durchsetzen von neuen
städtebaulichen Prinzipien gerinnt zum sozialen Balanceakt. Die regionale
Entwicklung durch große Developer stellt eine der wichtigsten Herausforderungen,
mit Chancen, aber auch Risiken einer „neofeudalen Entwicklungssteuerung“ dar.
Das hat der X. Kongress des New Urbanism in Miami 2002 kontrovers erörtert. (www.cnu.org
, www.joe.com)
Ein Fazit:
Der Ausgang des Experiments eines „New Urbanism“ ist offen. Darin liegt eine
Stärke der sich etablierenden Städtebau-Reform-Bewegung. New Urbanism ist einer
sektenhaften Abschottung in isolierte Fachzirkel abhold. Die Bewegung hat eine
Struktur aufgebaut, die es ihr ermöglicht, effizient über Disziplingrenzen
hinweg zu kommunizieren, sich eine mediale Öffentlichkeit zu schaffen, durch
gebaute „Produkte“ Referenzen zu erzeugen, neue Verfahren einer aktivierenden
Beteiligung ganz unterschiedlicher Marktakteure am Planungsprozess zu
entwickeln, sich über verschiedene Institutionen zu reproduzieren und sich
selbst kritisch voran zu treiben. Die Architektur ist am Markt orientiert, was
für europäische Augen bisweilen befremdlich wirkt. Doch der Städtebau wird als
dominantes öffentliches Gut strikt einem – öffentlich erarbeiteten- Code
unterworfen, der eine Art Qualitätssicherung für den Raum darstellt, was
inzwischen auch viele Developer als ertragssicherndes Element erkannt haben.
In den USA laufen Entwicklungen ab, die in vielem etwas vorweg nehmen, was auch
in Europa z. T. in abgemilderter Form stattfinden wird. Europa kann aus einem
reichen Erfahrungsschatz der städtebaulichen und regionalen Entwicklung
insbesondere der Revitalisierung altindustrieller Areale, des Umgangs mit
Stadtzentren oder der Entwicklung eines wirksamen öffentlichen Nahverkehrs sowie
einer Hochbaukultur einiges in einen möglichen Diskurs einbringen. Umgekehrt
sind die Erfahrungen aus den USA im Umgang mit einer der größten
Herausforderungen der Stadtentwicklungspolitik, dem Sprawl, unter den
Bedingungen des Übergangs zu einer postindustriellen und zugleich vermehrt
privat betriebenen Stadtentwicklung für eine Qualifizierung eigener Strategien
in Deutschland/Europa außerordentlich nützlich, ohne mechanisch kopierbar zu
sein. Z. B. könnte eines der wichtigsten Elemente des New Urbanism, das
Charrette-Verfahren, für die Beteiligung von Bewohnern beim Stadtumbau von
Interesse sein. Erste Versuche dies auf die Bedingungen der schrumpfenden Städte
in Ostdeutschland anzuwenden verliefen erfolgreich. (www.dr-kegler.de ,
www.charrette.de) Besonders wichtig ist jedoch die Erfahrung beim Aufbau einer
öffentlichen Bewegung für die Reform des Städtebaus, wie sie der CNU darstellt.
(Bodenschatz 2003, 278/279)
Mit dem ersten European Council für einen EURBANISM, der Anfang April in Brüssel
als loser Kreis von etwa 100 Vertretern unterschiedlicher Sichtweisen auf eine
Städtebaureform zusammengetreten ist, vollzog sich ein erster Schritt zur
Formierung einer europäischen Bewegung.
Anlage:
Sechs Thesen für das erste transatlantische Treffen für eine Städtebaureform in
Brüssel im April 2003:
EURbanism and New Urbanism
Harald Bodenschatz/Harald Kegler/Karl-Heinz Maschmeier
Wir plädieren für den Aufbau einer starken Bewegung des europäischen Städtebaus,
des EURbanism, und einen intensiven Dialog zwischen dem New Urbanism und dem
EURbanism auf der Basis der jeweiligen Erfahrungen.
1. These:
New Urbanism bietet dem europäischen Städtebau sehr viele Anregungen. Nicht nur
hinsichtlich der praktischen Projekte und des Programms, sondern auch
hinsichtlich Institution, Diskurs und Strategie – also als Reformbewegung.
2. These:
Europa kann auf ein sehr reiches Erbe des traditionellen Städtebaus
zurückblicken, ein Erbe, das allerdings etwas in Vergessenheit geraten ist.
Diese Geschichte muss erst wieder in ihrer ganzen Dimension entdeckt werden.
Zwei bedeutende Jubiläen im Jahre 2003 unterstreichen die Spanne, in der sich
der europäische Städtebau bereits um 1900 entfaltete: der 100. Todestag von
Camillo Sitte und der 100. Geburtstag der ersten Gartenstadt Letchworth. Sitte
steht für die Rehabilitierung der mittelalterlichen und barocken Stadt sowie für
städtebauliche Qualität in der kompakten Stadt und Stadterweiterung, Letchworth
steht für geplante qualifizierte Dezentralisierung. Der traditionelle Städtebau
war auch während des 20. Jahrhunderts in Europa immer präsent. Einen Höhepunkt
erreichte er wieder in den 1970er Jahren, als mit dem europäischen
Denkmalschutzjahr eine einzigartige Kampagne zur Rettung der historischen Städte
begann. Während in den 1970er Jahren der Schwerpunkt auf der Erhaltung der
Städte lag, rückte seit den 1980er Jahren die an der Tradition, insbesondere am
historischen Stadtgrundriss orientierte Umgestaltung der alten Städte in den
Vordergrund. Dabei spielte der öffentliche Raum eine wichtige Rolle – etwa in
Barcelona und Lyon. Die Geschichte des europäischen Städtebaus hat ihre
Besonderheiten. Dazu gehören auch die Erfahrungen mit den Diktaturen, vor allem
auch in Italien und in der Sowjetunion.
3. These
Die städtebaulichen Erfahrungen in Europa sind andere als die in den USA.
Zuallererst spielt die öffentliche Hand in Europa eine stärkere Rolle, und zum
anderen ist der Zustand der Zentren der großen Stadtregionen weniger dramatisch
als oft in den USA, und die Suburbanisierung ist noch nicht ganz so weit
fortgeschritten. Das hat zur Folge, daß das Thema Suburbanisierung in Europa
noch nicht ausreichend vertieft worden ist – wir wissen hier viel weniger über
die Suburbanisierung und deren Folgen als in den USA. Das gilt auch für das
Thema „Qualifizierung von Suburbia“. Auf der anderen Seite kennen wir seit den
1970er Jahren eine breite Palette an Projekten der Erhaltung und des Umbaus der
kompakten Stadt sowie der Konversion nicht mehr gebrauchter Industrie-, Hafen-,
Bahn- und Militärflächen. Hier liegt zweifelsohne ein größerer Erfahrungsschatz
vor als in den USA, der aber nicht systematisch aufgearbeitet und verbreitet
ist.
4. These:
In Europa gibt es kein Netzwerk, das nur annähernd den Netzwerken in den USA
(New Urbanism, Smart Growth usw.) gleicht. In Europa gibt es sehr isolierte
Zirkel, die sich mit Städtebau beschäftigen. Diese Zirkel liefern oft sehr
wichtige Beiträge, die aber aufgrund der Isolation nur begrenzt Wirkung zeigen.
Es gibt räumlich isolierte Diskurse, es gibt thematisch isolierte Diskurse, und
es gibt disziplinär isolierte Diskurse. Das ist ein Hintergrund für die
strategische Schwäche des EURbanism.
5. These:
Wichtig für eine strategische Offensive des EURbanism ist eine klare
Unterscheidung von Städtebau und Architektur. Wir sollten uns auf einen
traditionellen Städtebau verständigen und die Frage der Architektur offen lassen
– wie beim New Urbanism in den USA. Es gibt auch – seltene – Beispiele für
traditionellen Städtebau mit moderner Architektur. Sabaudia in Italien oder
Betondorp in den Niederlanden aus den 30er bzw. 20er Jahren sind hierfür
positive Beispiele. Der Vorschlag eines auf den Städtebau fixierten Programms
bedeutet keine Missachtung der traditionellen Architektur, im Gegenteil: Über
eine solche strategische Entscheidung wird es besser möglich sein, traditionelle
Architektur erfolgreich einzubringen.
6. These:
Institutionell schlagen wir vor,
• eine fachübergreifende und europaweite Organisation mit einer Art Sekretariat
(mit Sitz vielleicht in Brüssel) aufzubauen, die Architekten, Stadtplaner,
Landschaftsplaner, Umweltschützer, Sozialaktivisten, private Investoren,
Akademiker, Journalisten, Politiker und Verwaltungsleute und andere umfasst –
analog zum CNU und in Partnerschaft zu diesem,
• jährlich oder zweijährlich Kongresse abzuhalten,
• ein Internet-Kommunikationsforum aufzubauen und
• mittelfristig eine Zeitschrift auf europäischer Ebene aufzubauen.
Damit kann eine Basis geschaffen werden für einen transatlantischen Austausch
über Städtebau. Ziel ist eine dem CNU ähnliche Bewegung mit einem Programm, das
viele Menschen anspricht, denen die Qualifizierung der europäischen Stadt am
Herzen liegt. Eine Bewegung, die aus den jeweiligen kulturellen Kontexten kommt,
die kulturellen Eigenarten erhält und dabei sehr eng kooperiert.
Berlin/Dessau, 4. Februar 2003
Anmerkung:
Der Vorschlag, diese Initiative für eine europäische Bewegung EUROBANISM zu
nennen, stammt von Harald Bodenschatz.
Literatur
Bodenschatz, Harald (2000): New Urbanism – Die Neuerfindung der Amerikanischen
Stadt, in: Stadtbauwelt 145, S. 22-31
Bodenschatz, Harald/Kegler, Harald (2000): Städtebaureform auf Amerikanisch:
Projekte des New Urbanism, in: Stadtbauwelt 145, S. 42-59
Bodenschatz, Harald (2003): Fundus am Tacheles, in: Bauwelt 8/2003, S. 18-21
Bodenschatz, Harald (2003): New Urbanism and the European Perspective, in: Krier,
Rob: Town Spaces, S. 266-279
Bressi, Todd W. (2002): The Seaside Debates, New York
Calthorp, Peter/Fulton, William (2001): The Regional City, Washington
CNU – Congress for the New Urbanism (1999): Charta of the New Urbanism, New York
Dialer, Claudius (2002): Garten.Stadt.Ideen, Insbruck
Duany, Andres/Plater-Zyberk, Elithabeth (1992): Towns and Town – Making
Prinziples, New York
Duany, Andres/Plater-Zyberk, Elizabeth (2000): Suburban Nation, New York
Dutton, John A. (2000): New American Urbanism, Milano
Ellin, Nan (1999): Postmodern Urbanism, New York
Fishman, Robert (1991): Die befreite Megalopolis: Amerikas neue Stadt, in: Arch+
112, S. 73-83
Hall, Peter/Pfeiffer, Ulrich (2000): URBAN 21 – Expertenbericht zur Zukunft der
Städte, Berlin
Holzer, Lutz (1996): Stadtland USA: Die Kulturlandschaft des American Way of
Life, Gotha
Kegler, Harald (1987): Die Herausbildung der wissenschaftlichen Disziplin
Stadtplanung, Weimar
Kegler, Harald (1998): New Urbanism - Mehr als nur die Sehnsucht nach der alten
Stadt, in: Die Alte Stadt, 4/98, S. 335-346 (deutsche Erstübersetzung der Charta
des New Urbanism)
Kegler, Harald (2002): Charrette – neue Möglichkeiten effektiver Beteiligung am
Stadtumbau, in: Die Alte Stadt,4/2002, S. 299-307
Krier, Rob (2003): Town Spaces, Basel
Kunstler, James H. (1994): The Geography of Nowhere, New York
Lejeune, Jean-Francois (2000): Die Wurzeln des New Urbanism, in: Stadtbauwelt
145, S. 70-77
Müller, Wolfgang; Rohr-Zänker, Ruth (2001): Amerikanisierung der „Peripherie“ in
Deutschland? In: Brake, Klaus; Dangschat, Jens; Herfert, Günter (Hg.) (2001):
Suburbanisierung in Deutschland, Opladen, S. 27-39
Sieverts, Thomas (2001): Zwischenstadt, Basel
Speaks, Michael (2002): Niederländisch, in: Arch+ 162, S. 64-67
Wright, Frank Lloyd (1960): Writings and Buildings, Cleveland
www.cnu.org
www.charrette.de
www.dr-kegler.de
www.charretteinstitute.org
Abbildungen
“Die Grenze zwischen Stadt und Land” – der sich ausbreitende Sprawl mit Mobile
Homes zwischen Denver und Bolder in Colorado (Quelle: National Geographic, Nov.
1996, Washington, S. 99)
Zoning Code – Town of Seaside (Quelle: Duany, Andres/Plater-Zyberk, Elizabeth
(1992): Towns and Town Making Principles, New York, S. 97)
Titelseite des Buches “The Seaside Debates – A CRITIQUE OF THE NEW URBANISM“,
2002
Plan von “Haile Village Center” (Quelle: Begleitmaterial zum X. CNU-Kongress,
Miami, 2002)
(siehe CD-Rom: „Die Grenzen ...“ – A 2; Zoning Code – A 3; Titelseite ... – A 1,
Plan Haile ... – 1)
Autor
Harald Kegler ist Stadt- und Regionalplaner, Gastprofessor an der Universität
Miami/Florida und Inhaber des Büros Labor für Regionalplanung, Lutherstadt
Wittenberg/Dessau