Die Berichterstattung in zahlreichen Fachzeitschriften der letzten Monate über diese traditionell und ökologisch orientierte Gestaltungsphilosophie aus den USA belegt das zunehmende Interesse einer breiten Öffentlichkeit an diesem Thema.
Die Gründung des „Council for European Urbanism“ am 6. November in Stockholm sollte Anlass genug sein, die begonnene Diskussion fortzusetzen. Da die Ziele des New Urbanism von vielen Fachkreisen gerne mit Bezeichnungen wie „Disneyland“ oder „gated communities für den reichen Mittelstand“ abgetan werden, möchte ich mit diesem Aufsatz zur Versachlichung des Themas beitragen.

Gegen Ende der 80er Jahre ist der New Urbanism in den USA insbesondere aus den Agenda - Diskussionen und ökologischen Bürgerinitiativen gegen den sog. Sprawl , den landschaftsfressenden Siedlungsbrei hervorgegangen. Bis heute hat er sich zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, die immer mehr Anhänger aus den verschiedensten Interessengruppen findet. So trafen sich beim Congress of New Urbanism 2003 in New York über 3000 Teilnehmer. Wesentliche Grundlage des New Urbanism ist die Rückbesinnung auf die Tatsache, dass die historische Stadt den Anforderungen an eine nachhaltige Stadt am besten gerecht wird.
Vermeidung des „Sprawls“
des unkontrollierten, gestaltlosen Wachsens der Vorstädte und der Verödung
der Innenstädte ( z.B. Programm Hope VI ).
Erreicht wird dieses Ziel durch Planungskonzepte, die aus Erfahrungen gelernt
haben („ best practice“ ) und - nach gründlicher Analyse - an die
unverwechselbare Identität eines Ortes anknüpfen mit dem Ziel:
bauliche Dichte, Vielfalt der Hausformen, der Nutzungen und Sozialstrukturen
verbunden durch abwechslungsreiche Straßen - und Platzräume in Anlehnung
an das historische Bild der jeweiligen Stadt und ihrer typischen Architektur.
Auch der New Urbanism will eine neue Stadt, die alle modernen Forderungen an Verkehr, Gewerbe- und Wohnstandards erfüllt. Aber sie muß zugleich auch vertraute Bilder, Räume und Dimensionen aufweisen. In einer Zeit immer größerer Anonymisierung und Globalisierung ermöglicht erst der Eindruck des Vertrauten die emotionale Bindung der Bewohner an ihr Quartier.
Das Charrette -Verfahren
Ist vergleichbar mit unseren mehrstufigen Gutachterverfahren. Es beteiligt
allerdings in mehreren Phasen alle Fachdisziplinen -Städtebau, Architektur,
Landschaftsplanung, Technik sowie selbstverständlich Politiker, Bauträger,
Initiativgruppen und Bürger. Ideensammlungen werden in diesem Verfahren
sehr weitgehend gemeinsam konkretisiert und in einem mehrtägigen
Verfahren zu einem Optimum geführt. Entscheidungen allein durch die bei uns
übliche Professorenfachjury sind hier undenkbar.
Der Urban Code
definiert die für alle verbindliche Gestaltung, der sich die einzelnen Häuser
unterzuordnen haben, um die angestrebte Harmonie in der Vielfalt zu
gewährleisten.
Dabei wird besonders Wert gelegt auf zeitgemäßes Bauen aus der
Rückbesinnung auf das Typische des Ortes jedoch ohne Rückgriffe auf
historische Stilvorgaben. Das ist bei einigen kommerziellen Lösungen inzwischen
leider nicht der Fall.
Wichtig ist das Einpassen in die unverwechselbare lokale Formensprache, der
Einsatz regionaler Materialien und das behutsame Einfügen in das konkrete
städtebauliche und landschaftliche Umfeld. Darüber hinaus trifft der Urban
Code detaillierte Festsetzungen zur Gestaltung des öffentlichen Raums.
Verringerung des Individualverkehrs
durch Planung fußgängerfreundlicher Wegenetze (walkability),
ortsnaher Versorgung durch Mischgebiete sowie Förderung des ÖPNV.

Übersetzung des Verfassers aus www.newurbanism.org
1. Begehbarkeit
- die meisten täglichen Dinge sollten innerhalb eines 5 bis 10 Minutenspaziergangs von Zuhause oder von der Arbeit erledigt werden
- fußgängerfreundliche Straßengestaltung bedeutet Häuser nahe an der Straße,
Frontterrassen, ununterbrochene Baumbeschirmung, Parken auf der Straße,
versteckte Parkplätze, Garagen rückwärtig erschlossen und beschränkte,
langsame Fahrzeugbewegung.
2. Verbundenheit
ein verbundenes
Straßennetzwerk verteilt Verkehr und verbessert die
Begehbarkeit, weil die meisten Straßen eng sein können.
- ein gutes Fußwegenetz und ein gut gestalteter öffentlicher Bereich macht
Zufußgehen bequem, angenehm und interessant.
3. Mischnutzung
eine Mischung von Geschäften, Büros, Handwerkern, Geschosswohnungen,
Stadthäusern, Freizeiteinrichtungen und sonstigen Einrichtungen am Ort.
- Mischnutzung in der Nachbarschaft, im Block und in den Gebäuden.
4. mannigfaltige Häuser
- eine Auswahl von Typen, Besitzformen, Größen und Preisen in enger Nachbarschaft.
5. qualifizierte Architektur und Städtebau
- besonderes Gewicht auf Schönheit, menschliche Bedürfnisse und das Schaffen
eines Gefühls für den Ort
- gezielte Platzierung öffentlicher Gebäude und Plätze in einer Gemeinde. --
Architektur mit menschlichem Maßstab und schöner Umgebung
6. traditionelle Nachbarschaftsstruktur
- wahrnehmbare Zentren und Ränder
- Augen auf die Straße (s.a. J. Jacobs, C. Alexander) erhöht die Sicherheit
- öffentlicher Raum im Zentrum
- begrenzte Größe von ca.500m -1500m eingebunden in regionale Verkehrs- und
Landschaftsinfrastruktur
7. erhöhte Dichte
- mehr Häuser, Geschäfte und Dienstleistungen enger zusammen, um das Laufen zu fördern und einen effizienteren Gebrauch von Ressourcen und Zeit zu ermöglichen.
8. intelligente Beförderung
- ein hochqualifiziertes Schienennetz verbindet
Städte und Gemeinden
- fußgängerfreundliche Gestaltung ermutigt zu mehr Fußweg-, Fahrrad-,
Inlinernutzung als tägliche Fortbewegungsmittel.
9. Nachhaltigkeit
-
minimale Umweltstörung durch Entwicklung umweltfreundlicher Technologien
- Respekt vor der Ökologie und den Natursystemen
- mehr örtliche Produktion,
- mehr laufen, weniger fahren
10. Lebensqualität
alles
zusammengenommen ergibt hohe Lebensqualität und schafft Orte, die
bereichern und insgesamt das menschliche Glück steigern.
Nach diesen Erläuterungen und Informationen werden sicher viele Kollegen sagen: Das kommt uns doch sehr bekannt vor.
Und das ist richtig!
In den 80er Jahren gab es nach der intensiven Städtebaukritik der 60er und
70er Jahre an der „Unwirtlichkeit der Städte“( durch Jane Jacobs, Wolf-Jobst
Siedler , Alexander Mitscherlich, Dieter Wieland u.a. ) in der Bundesrepublik
zahlreiche Ansätze eines Umdenkens der Planer, das bereits weitgehend diesen
Zielen folgte.
Mit neuen Mitteln entstand - unter Einbeziehung der ökologischen Belange - das
Ambiente der alten Dörfer und Städte ohne künstliche Romantik oder Nachahmung.
Als Musterbeispiel gilt mir dabei immer noch der Walter-Hesselbach-Städtebaupreis
1980, die Planung der Gruppe SBS mit Dipl.-Ing. Schulz München für Moosburg aber
auch zahlreiche Konzepte der Ortsplanungsstelle Oberbayern unter Dipl.-Ing.
Reichenbach -Klinke oder die Documenta Urbana in Kassel 1988.
Im europäischen Ausland wurden in dieser Zeit unter dem Motto „low rise –high
density“ viele qualitätvolle Siedlungen gebaut (in England z. B. unter den
Vorgaben des Essex Design Guide seit 1974), die auch heute noch als beispielhaft
gelten können.

Damals hatten die Planer ebenso von den Erkenntnissen und Erfahrungen der
alten Städte wie von den Siedlungskonzepten der Gartenstädte des frühen 20.
Jahrhunderts gelernt.
Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde dieses Qualitätsbewußtsein mit Beginn
der 90er Jahre zugunsten eines „Revivals“ der eigentlich totgesagten Moderne
aufgegeben. Städtebau entwickelte sich immer mehr zum beliebigen Design.

Der New Urbanism hat jedoch unser kritisches Bewußtsein der 80er Jahre
kontinuierlich fortgesetzt und weiterentwickelt. Vorbehaltlos hat man die
Planungen des letzten Jahrhunderts analysiert und von erfolgreichen Projekten
gelernt.
Er geht ein auf die menschlichen Bedürfnisse nach einer Befriedigung von
Emotionen und berücksichtigt den menschlichen Maßstab. Gerade darin
scheint der große kommerzielle Erfolg zu liegen, der die Projekte des New
Urbanism international begleitet.
Die Erkenntnisse des „environmental design research“ (Hilliar) der letzten Jahre
haben beeindruckende Beweise für die Defizite der Moderne geliefert. Der Mensch
benötigt Geborgenheit im Haus genauso wie Vertrautheit in öffentlichen Räume zum
Wohlfühlen.
75 Jahre moderner Planung haben nicht gereicht, eine über Jahrhunderte
gewachsene „Konditionierung“ des menschlichen Empfindens zu beeinflussen.
Die Wahl eines „Hauses des Jahres“ durch die Leser der Zeitschrift - das Haus -
findet mit großer Regelmäßigkeit traditionelle Architektur der 20er/ 30er Jahre
als Sieger (siehe Foto Wahl 2001).

Die Planer der kommerziellen Urban Entertainment - und Lifestyle - Center oder der Factory - Outlet -“Villages“ nutzen dieses Wissen professionell aus. Unsere Planer negieren diese Erkenntnisse konsequent. Zitat Rolf Keller - Architekt Zürich 1978 :
„Weil es den Stadtplanern in den letzten 25 Jahren nicht gelungen ist mit ihren Planungen die emotionalen Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen, wurden die Disneylands und Einkauferlebniswelten ein solcher Erfolg.“
Herausarbeiten möchte ich noch zwei grundlegende Dissenspositionen
zwischen dem Trenddesign der aktuellen Moderne und dem New Urbanism :
Im Städtebau reklamiert Rem Koolhaas den Tod des öffentlichen Stadtraums -
den Le Corbusier vor 75 Jahren als Ziel gesetzt hatte :„ tuez la rue corridor“ -
und propagiert die Verknüpfung von Innenwelten - z.B. Shoppingmalls.
Seine Auffassung von Mischnutzung ist die beliebige Schichtung von
Nutzungen in Hochhäusern, die auch für Wohnen wieder zum Trend erklärt
wurden ( trotz der negativen Erfahrungen der Vergangenheit).
Grundlage des neuen Städtebaus ist die Qualifizierung des öffentlichen Raums
und das Nebeneinander möglichst vieler Nutzungen.
Die „modernen“ Kollegen machen sich die Philosophie der Werbebranche
zueigen, die ein Guru der Szene (Paul Arden) so formuliert:
„Du musst aus dem Nichts erfinden, ohne auf Wissen und Erfahrung zu bauen.
Denn Wissen ist das Gegenteil von Originalität. Ideen sind gut, wenn sie vorher
niemand hatte.“
Der New Urbanism setzt auf die Kontinuität zeitgemäß interpretierter regionaler
Bauformen und ein behutsames Einfügen in Bestehendes.
Hier wird sehr deutlich, wie weit die grundsätzlichen Ziele auseinander liegen.
Wenn Sie der Überzeugung sind, daß die Planungen der letzten 50 Jahre in unseren Städten ein qualitätvolles Wohn - und Lebensumfeld geschaffen haben, das nachfolgende Generationen genauso gerne besuchen, wie wir heute in alte Städte fahren, dann brauchen wir eigentlich keinen neuen Städtebau. Aber wer empfindet so ??
Nach meiner Überzeugung ist eine Fortsetzung des Qualitätsbewusstseins der 80er Jahre - d.h. das Lernen von den Planungen vom Beginn des letzten Jahrhunderts und der alten Stadt verbunden mit der Berücksichtigung ökologischer Belange, der richtige Weg zur nachhaltigen und menschengerechten Stadt.

Hier und in vielen weiteren Beispielen dieser Zeit ist es gelungen, zeitgemäße Planung mit den malerischen Elementen der Lehre von Camillo Sitte zu verbinden und so begehrte Adressen zu schaffen.

Nach meinen Arbeiten in Gütersloh und Potsdam (siehe Beispiele) möchte ich Gladbeck umfassend zur Modellstadt eines neuen Städtebaus entwickeln. Die Politiker der Stadt haben sich jedenfalls dafür entschieden, zukünftig nach den Prinzipien des New Urbanism an die Qualitäten der traditionellen Stadt anzuknüpfen.
An drei aktuellen Projekten möchte ich darstellen, wie sich die Umsetzung dieser Prinzipien bei unseren Planungen auswirken kann:
Gladbeck ist eine Mittelstadt mit fast 80 00 Einwohnern am Nordrand des
Ruhrgebiets im Übergang zum Münsterland. Trotz oder wegen der rasanten
Entwicklung der jungen Stadt (Stadtrechte 1919) durch den Bergbau entstand eine
geradezu lehrbuchartige Stadtstruktur: um den Kern des historischen Dorfes, der
sich zum Zentrum entwickelte, wurden, durch Grünzüge gegliedert, in sich
geschlossene Siedlungen als Unterzentren von die Zechengesellschaften gebaut.
Die im Krieg fast vollständig zerstörte Innenstadt wurde innerhalb weniger Jahre
durch einen Schüler von Prof. Mehrtens (Technische Hochschule Aachen) und
ehemaligen Rimpl - Mitarbeiter ganz im Sinne der traditionellen Moderne in der
typischen Backsteinarchitektur des Münsterlandes sehr harmonisch
wiederaufgebaut.
Ein erster Schritt meiner Arbeit auf dem Weg zu einer schöneren Stadt war es, in einem integrierten Handlungskonzept für die Innenstadt die wesentlichen Ziele festzuschreiben:
1. die prägende Individualität des Ortsbildes ist zu erhalten und
weiterzuentwickeln (z.B. Backstein als Leitmaterial)
2. konsequente Stadtbildplanung kümmert sich intensiv um alle Belange des
Ortsbildes (Bauberatung, Werbeanlagen Grüngestaltung, u.a.)
Mit der beginnenden Privatisierung der Zechensiedlungen wurden
Gestaltungssatzungen beschlossen und Beratungsstellen eingerichtet, um das
qualitätvolle Erscheinungsbild dieser Siedlungen zu sichern.
Das Projekt „Grüner Ring Gladbeck“ sichert, erschließt und gestaltet die
wohnungsnahen Landschaftsräume für Freizeit und Erholung.
GARTENSIEDLUNG WIELANDSTRASSE
Eines der letzen größeren Siedlungspotentiale der Stadt. Das begonnene
Planverfahren wurde angehalten. Ich habe versucht, nach den zahlreichen
Vorbildern der Zechensiedlungen und Gartenstädte im Ruhrgebiet vertraute, aber
spannungsvolle Strassen - und Platzräume zu entwickeln.
Die Nachbarschaft von Versorgungseinrichtungen lässt keine umfassende
Mischstrukturen zu. Um den zentralen Platz ist jedoch die Integration von
kleinen Laden - oder Dienstleistungsflächen möglich und wünschenswert.

SCHLACHTHOFGELÄNDE
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hatte das Grundstück gekauft, um hier
nach den Vorstellungen der Wirtschaftsförderung mittelständische Handwerks - und
Dienstleistungsbetriebe anzusiedeln. Nur wenige Meter vom Zentrum der Stadt
entfernt, schien diese Nutzung zu schade für dieses Grundstück.
Ein Gutachterverfahren mit ausgesuchten Büros führte in mehreren Stufen zu einer
beispielhaften Lösung i.S. des New Urbanism:
Unter Erhaltung einiger identitätsstiftender Gebäude und Bauteile des alten
Schlachthofs wurde durch die Architektengruppe Alt - Niederkassel aus Düsseldorf
ein Quartier mit abwechslungsreichen Strassen-, Platz- und des gemischten
Stadthauses, in dem gewohnt und gearbeitet werden kann.
Alle am Gutachterverfahren beteiligten Büros werden hierzu Typenentwürfe
fertigen, die in der Umsetzung gemischt werden, um das vielfältige
Erscheinungsbild des Quartiers zu gewährleisten.

ERSATZGEBÄUDE
RATHAUSERWEITERUNG
Die in den 70er Jahren gebaute Erweiterung des historischen Rathauses ist extrem
PCB verseucht. Nach wenig überzeugenden Erfahrungen mit den üblichen
Sanierungsverfahren entschloss sich der Rat der Stadt zum Abriss.
Ein Gutachterverfahren erbrachte keine überzeugenden Lösungen, sodass in einer
Arbeitsgruppe von Kollegen, unter Einbeziehung der Gutachter ein Vorschlag zur
Gestaltung eines „richtigen“ Rathausplatzes entwickelt wurde.
Diese Vorstellung wird Grundlage des europaweiten Investorenauswahlverfahrens,
das zu einer PPP-Lösung führen soll.

Durch diese Beispiele wird deutlich, wie sich New Urbanism mit seiner
Wiederbelebung des städtischen Raums in unseren täglichen Planungen in den
Kommunen auswirken kann und ich hoffe,daß diese Ausführungen dazu beitragen
können, die begonnene Diskussion zu bereichern und zu versachlichen.
Es ist wünschenswert, wenn - wie in den 20er Jahren - wieder moderne und
traditionelle Entwürfe als Alternativen nebeneinander bestehen könnten.
Dafür wäre es allerdings auch erforderlich, dass sich an unseren Hochschulen die
Lehre mit diesen Inhalten befaßt. Das große Interesse, das gerade von jungen
Kollegen in Diskussionen an mich herangetragen wird, rechtfertigt dies sicher.

A. Feldtkeller schreibt in - Die
zweckentfremdete Stadt 1995: „Mein Programm läuft nicht darauf hinaus, einfach
die Stadt der Vergangenheit zu kopieren...aber bei der Wiederbelebung des
öffentlichen Raums können wir auf das Modell nicht verzichten. Es geht darum,
die Art, wie dieses Modell arbeitet, verstehen zu lernen und das daraus zu
übernehmen, was in unsere Zeit passt; das Modell in zeitgemäße Bedingungen zu
übersetzen.“ Prof. Moewes - Dortmund sagt dazu :„Kapieren, nicht kopieren!“
An der Schwelle zum 21.Jahrtausend brauchen wir endlich einen nachhaltigen
Städtebau. Dieser kann nur entstehen, wenn wir endlich bereit sind, von den
Qualitäten der alten Stadt zu lernen.
Ich bin überzeugt davon, das es gelingen kann, das immer wieder vorgetragene
Killerkriterium: „die Qualität historischer Stadträume sei nicht planbar, weil
sie gewachsen wäre“, widerlegen können. Fassen Sie doch einfach den Mut- wie wir
in Gladbeck - gegen den Strom der modernen Trends anzuplanen. Es lohnt sich !
Webseiten für Interessierte:
www.neue-stadtbaukunst.de
www.newurbanism.org
www.cnu.org
www.eurocouncil.net
www.ceunet.de
www.avoe.org
www.dpz.com
www.intbau.org
www.pps.org
Literaturliste zur STADTBAUKUNST
Duany,A. u.a. The New Civic Art New York 2002
Feldtkeller, A. Die zweckentfremdete Stadt Frankfurt 1995
Jobst, G. Leitsätze für die städtebauliche Gestaltung Tübingen 1949
Rauda, W. Raumprobleme im europäischen Städtebau München 1956
Rauda, W. Lebendige Städtebauliche Raumbildung Berlin 1957
Reinborn, D. Städtebau im 19. und 20. Jahrhundert Stuttgart 1998
Schalhorn/ Schmalscheidt Raum-Haus-Stadt
Grundsätze stadträumlichen Entwerfens Stuttgart 1996
Siedler, W.-J. Stadtgedanken Berlin 1990
Simon, H. Das Herz unserer Städte Band 1-7 Essen 1963-80
Sitte, C. Der Städtebau nach seinen künstlerischen
Grundsätzen Reprint der 4. Auflage 1909 Braunschweig1983
Trieb, M. Hrsg. Grundlagen des Stadtgestalterischen Entwerfens
Arbeitsbericht 25 Städtebauliches Institut TU Stuttgart1990
Wetzel, H. Stadtbaukunst Stuttgart 1962